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Die in Deutsch und Tschechisch konzipierte Wanderausstellung zu Schönhengster Kultur und 

Geschichte besteht aus 20 Fototafeln und einer Begleitbroschüre und entstand im Frühjahr 2012. 

Sie war bisher in den tschechischen Städten Mährisch Trübau (Moravská Třebová) Landskron 

(Lanškroun) und Hohenstadt (Zábřeh na Moravě) zu sehen, später in Göppingen, in Pforzheim, in 

Aurach in Mittelfranken, in Meitingen bei Augsburg und in Marxzell-Pfaffenrot in der Nähe von 

Karlsruhe. 

Zunächst wollen die 20 Schautafeln einen Eindruck von einer ehemaligen deutschen Sprachinsel an 

der böhmisch-mährischen Grenze vermitteln. Der Schönhengstgau, der seinen Namen einem 

Gebirgszug verdankt, dem Schönhengst, der die Region in ein Ober- und ein Unterland teilt, liegt im 

Osten des heutigen Tschechien in der Nähe von Brünn und Olmütz. Diesen „alten“ Schönhengstgau, den 

viele der Tafeln zeigen, den gibt es heute nicht mehr. Er lebt nur noch in der Erinnerung weniger alter Menschen, die dort ihre 

Jugend verbrachten und 1945/1946 das Schicksal der Vertreibung erleiden mussten. Die Ausstellung dokumentiert auch diesen 

dramatischen Wendepunkt in der Geschichte der Region, ebenso den mühsamen Neubeginn der Schönhengster nach dem 

Zweiten Weltkrieg in einer neuen Heimat.  

Allerdings wollten wir, als wir die Bildfolgen zusammenstellten, nicht beim wehmütigen Blick zurück oder bei der Klage über ein 

(meist) unverdientes Schicksal stehenbleiben. Ganz bewusst ist auch der „neue“ Schönhengstgau 

einbezogen. Seit der Samtenen Revolution in Tschechien im Jahre 1989 hat sich dort sehr viel 

getan. Die heutigen Bewohner des Schönhengstgau, die weit überwiegend einer Generation 

angehören, die die tragischen Ereignisse der deutsch tschechischen Geschichte nicht mehr aus 

eigenem Erleben kennt, sie entdecken ihre Heimat neu und bemühen sich in vielen Projekten, das 

geschichtliche Erbe nicht nur zu erhalten, sondern wieder mit Leben zu füllen. Das oft in 

Zusammenarbeit mit ehemaligen Bewohnern des Schönhengstgau.   

Die Ausstellung soll damit auch einladen, den neuen Schönhengstgau mit seinen heutigen 

Bewohnern als Teil eines neuen Europas zu entdecken, das immer mehr zusammenwächst und zu 

dem heute auch große Teile des ehemaligen „Ostens“ gehören. Wenn die Ausstellung auf diese 

Weise zu einem, Europa förderlichen Konnex zwischen Vergangenem und Zukunft beitragen kann, 

so hat sie ihr Ziel erreicht.  

Wanderausstellung  zu Kultur und Geschichte des Schönhengstgau

Schönhengster Heimatmuseum

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