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Müglitz

Nach dem Chronisten, Bürgerschuldirektor Eduard Teichmann, soll eine Altsiedlung schon 894 an den Ufern des Mürauer Baches angelegt worden sein. Die Erbauung der Stadt nahe dieses ursprünglichen Dorfes "Mogilnici" geschah um 1250 unter dem Olmützer Bischof Bruno von Schaumburg, der deutsche Siedler ins Land holte. Dabei erhielten die neuen Siedler das Recht, Bier zu brauen, ein an das Haus gebundene Privileg, das mit diesem verkauft werden konnte. Es gab 72 brauberechtigte Bürgerhäuser und deren Besitzer galten immer als die Vornehmen.  Die Anna-Kapelle mit Gebeinen von 700 Deutschen, die 1424 von Hussiten ermordet wurden. Während der Hussitenkriege wurde Müglitz völlig zerstört und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wieder errichtet. Aus jener Zeit stammen die Marchmühle (1522) und die Stanislauskirche (1584). Aber weitere Unglücke trafen die Stadt. 1642 plünderten die Schweden und die Pest wütete im Jahre 1717. Daran erinnert die Pestsäule am Ringplatz.  Gegen Mitte de 19. Jahrhunderts beginnt auch in Müglitz die neue Zeit. 1828 war bereits die "Kaiserstraße" von Prag nach Olmütz über Müglitz erbaut worden. 1845 erfolgt der Anschluss an die Eisenbahnlinie und drei Jahre später der ans Telegraphennetz. Die 1870er Jahren bringen die Gründung von Städtischer Sparkasse und Bürgerschule, die 1890-er den Bau der Wasserleitung. 1907 schließlich kauft die Stadt den brauberechtigten Bürgern das Brauhaus ab gebraut wurde schon lange nicht mehr und richtet dort später ein Museum ein, das neben vorgeschichtlichen Funden zur Besiedlung der Marchebene auch Volkskundliches zeigte. 1910 wird schließlich die Einweihung der elektrischen Beleuchtung gefeiert.  Die Müglitzer Pfarrkirche findet sich bereits 1247 erwähnt und ist zunächst ein gotischer Bau mit schönen Kreuzgewölben, später kommen zwei Seitenkapellen im Renaissancestil dazu. 1584 wird die neu erbaute Stanislauskirche (Barock) geweiht. Für die kleine evangelische Gemeinde entsteht 1901 ein Kirchlein. Die jüdische Gemeinde verfügte über einen Raum in einem Haus am Ringplatz, der als Synagoge diente.  Wie in allen größeren städtischen Ansiedlungen begann in Müglitz die Gewerbeausübung die Landwirtschaft als Einkommensquelle zu überlagern. Für die Zeit vor der Industrialisierung nennt Teichmann 19 Zünfte. Das Müglitzer Museum beherbergte Zunftladen und Zunftstäbe, Meisterproben und Lehr - und Gesellenbriefe. Am Ende setzte sich die Industrialisierung durch. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstand eine ganze Reihe von Fabriken, u.a. zur Produktion von Maschinen, Werkzeug und Elektromotoren (1924 von Siemens übernommen, 2000 Arbeiter und Angestellte), aber auch zur Herstellung von Kirchengeräten, Gold- und Silberwaren.  In den Chroniken der Gemeinde findet sich ein reiches Vereinsleben, vom Anpflanzungs- und Verschönerungsverein über einen Eislaufverein bis zur Liebhaberbühne. In der Stadt war eine Lehrerbildungsanstalt und eine Handelsschule. Neben dem Freibad bot die südlich gelegene Burg Busau seit ihrer Renovierung ab 1896 ein lohnendes Ausflugsziel.   Quelle: www..schoenhengstgau.eu Oberste Figur der Mariensäule Schillerstraße
Schönhengster Heimatmuseum

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