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Landskron

Spätestens am Anfang des 13. Jhs. gegründet, wurde "civitas Landescron" 1285 genannt. Es gehörte ursprünglich zur Landsberger Burg und ab 1292 oder 1304 dem Zisterzienserkloster Königsaal bei Prag.   1356 war Landskron schon mit einer Mauer umgeben - "oppidum muratum" - 1358 wurde es dem Leitomischler Bistum abgetreten. Am 21.9.1436 verpfändete Kaiser Sigismund Landskron an Wilhelm Kostka von Postupicz, was König Georg am 1.1.1460 bestätigte. Auf die Bitte von Zdenko Kostka gab König Georg Landskron am 7. bzw. 9.1.1464 zu dem Jahrmarkt an St. Mathäus einen zweiten an St. Urbanus.   Im Jahr 1507 erlaubte König Wladislaus den Landskronern im Umkreis einer Meile die Zollerhebung. 1581/82 wurde das Rathaus erbaut und die Stadt 1588 an die Hrzains von Haraß und nach 1622 den Liechtensteinern verkauft.  Zu Pfingsten 1622 verursachten Liechtensteinische Dragoner einen Brand, der die ganze Innenstadt einäscherte. Da sie fürchteten, zur Verantwortung gezogen zu werden, besetzten sie die Stadttore und ließen niemand passieren. Von den umliegenden Dörfern strömten die Bauern herbei und wollten die Dragoner für ihre Untat büßen lassen. Als dies die Soldaten erfuhren, zogen sie sich ins Schloß zurück und verschanzten sich darin. Sie versperrten die Stadttore und Pforten, verbarrikadierten sie, besetzten sie mit Wachen und waren entschlossen, sich zur Wehr zu setzen. Obwohl die Bauern bereits die Tore einzuschlagen begannen und schon bis zum 2. Tore vorgedrungen waren, wurden sie von hier durch die Soldaten vertrieben, da sie nur mit leichten Waffen ausgerüstet waren. Die Dragoner zündeten nun noch das Brüder-Bethaus in der Vorstadt an, wobei weitere 5 Häuser in Flammen aufgingen. Jetzt aber trieb die Dragoner ihr schlechtes Gewissen und die Furcht sehr rasch davon, hatte doch die wütende Bevölkerung selbst den vermittelnden Amtmann vom Pferd gerissen, sodaß er nur mit Mühe entkommen konnte, sein Begleiter jedoch war erschlagen worden. Landskron ging sämtlicher Privilegien verlustig, die freie Ratswahl wurde verweigert, die Hochgerichtsbarkeit abgesprochen. Sie wurde einem Fürstenrichter übertragen, der den Dorfrichtern gleichgestellt war und der dem liechtensteinischen Hauptmann die Rechtsfälle vorzutragen hatte. Der Bürger wurde dem untertänigen Bauern gleichgestellt; er wurde auch robotpflichtig.   1684 entsteht die rund 7m hohe Pestsäule auf dem Landskroner Stadtplatz.  Am 8.6.1699 Baubeginn des fürstlichen Prunkschlosses. Unter Anwesenheit des Fürsten erfolgte die Grundsteinlegung. Die Anlagen zierte ein Teich, der von einer Quelle gespeist wurde; sein Ausmaß betrug rund 55m im Geviert. Der Baumeister Antonio Sala erstellte gleichzeitig die fürstliche Malzdörre (1701).    1715 wird die wegen der Pest abgeriegelte Mähr. Trübauer Bevölkerung auch von den Landskronern mit Lebensmitteln versorgt.   1781 Die Reformen Kaiser Josephs II. heben die Leibeigenschaft auf, beseitigen den Zunftzwang und gewähren Religionsfreiheit. Vom ganzen Schönhengstgau melden nur 40 Tschenkowitzer ihrem Erbrichter, daß sie evangelisch seien; sie hatten ihrem Glauben bisher im geheimen angehangen. Josef Ohnsorg erster Gemeinderichter, wird 1787 vom Kaiser mit einer silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet.
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Schönhengster Heimatmuseum

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